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Großostheim-Wenigumstadt. Am Karfreitag und Karsamstag zogen in Wenigumstadt Kinder mit Klappern durchs Dorf um die Kirchenglocken zu ersetzen. Ab Gründonnerstag beginnen in der Kirche die heiligen drei Tage. In dieser Zeit läuten nach altem Brauch keine Kirchenglocken um an die Grabesruhe Jesu zu erinnern. Anstelle der Glocken, die früher noch wichtiger waren als heute um den Menschen die Uhrzeit anzusagen, liefen an den beiden Kartagen Kinder und Jugendliche mit Klappern aus Holz durch die Straßen um den fehlenden Glockenschlag zu ersetzen. Im vergangenen Jahr hatte Gemeindereferent Simon Marx die Idee den alten Brauch wieder aufleben zu lassen. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges war es in Wenigumstadt üblich, dass Klapperbuben durchs Dorf zogen. Im Pfarrgemeinderat stieß der Vorschlag auf fruchtbaren Boden. Wenigumstadts Ministranten übernahmen die Kosten für die Anschaffung der Klappern aus Holz. Am Samstag ab 14 Uhr sammelten die Kinder Spenden für die Sanierung der Kirchenfenster von St. Sebastian. Nach einem Kostenvoranschlag sind hierfür rund 30.000 Euro aufzubringen. Bei der Sammelaktion kamen 454 Euro zusammen, obwohl nicht alle Haushalte von den Kindern aufgesucht werden konnten. Erfahrungsgemäß erhielten die Jugendlichen neben Geldspenden für den Eigenverzehr Süßigkeiten. Geklappert wurde jeweils um 8 Uhr, 12 Uhr, 14 Uhr sowie um 18 Uhr. thro

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