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Liebe Mitchristen im „Regenbogen-Bachgau“, Liebe Schwestern und Brüder!

Wie Sie sicherlich wissen, nach dem Weggang von Pfarrer Thomas Wollbeck, bin ich seit dem 1. Februar diesen Jahres neben meinem Dienst als Pfarrer in Großostheim auch beauftragt für die Betreuung der Pfarreiengemeinschaft „Regenbogen-Bachgau“. Im Blick auf die nahenden österlichen Festtage hat es bei manchen von Ihnen für Enttäuschung und Verärgerung gesorgt, dass es in diesem Jahr nur ein österliches Triduum für die Pfarreingemenschaft in Pflaumheim geben wird. Diese Feier umspannt die Gottesdienste vom Gründonnerstag, Karfreitag und der Osternacht. Nach kirchlichem Verständnis werden die Feier der „Drei-Tage vom Leiden, Sterben und der Auferstehung Jesu“ als EIN Gottesdienst begangen, der sich auf drei Tage verteilt. Jeder Priester soll bzw. darf nach geltendem Kirchenrecht diese Liturgie nur EINMAL feiern.

Glücklicherweise hat sich Pater Schuhmann, Ordenspriester in Würzburg, bereiterklärt, dies in diesem Jahr zu übernehmen. Nicht ich allein, sondern wir als Seelsorgsteam haben nach längerer Diskussion uns für diese Lösung entschieden. Weil die Zeit drängte, konnte dies nicht auf breiterer Ebene mit den örtlichen Pfarrgemeinderäten ausdiskutiert werden.

Wir haben uns für den Ort Pflaumheim entschieden, weil sich dort die Kirche mit den meisten Sitzplätzen befindet und er quasi die georgraphische Mitte zwischen Ringheim und Wenigumstadt bildet. Desweiteren wollten wir aufgrund des Alters von Peter Schuhmann ihm nicht zumuten, in drei verschiedenen Orten und Kirchengebäuden sich jeweils neu auf die örtliche Situation einstellen zu müssen.

 „Warum gibt es dann nicht wenigstens den Karfreitag in Ringheim und Wenigumstadt?“
Wir haben uns in diesem Jahr dagegen entschieden, weil eine Karfreitagsliturgie für sich allein eben aus dem Rahmen des Triduums ausbricht.

 „Und warum hält Pfarrer Walenty Cugier nicht noch Gottesdienste?“
Weil er zu 100 % für die polnische Seelsorge am Unterrmain beauftragt ist und an diesen Tagen bereits mit Gottesdiensten und Triduum ausgefüllt ist.

 Vielleicht kann die gemeinsame EINE Feier der Drei österlichen Tage in EINER Pfarreiengemeinschaft auch helfen, auf dem Weg der erwünschten Einheit voranzukommen. Übrigens: auch in diesem Fall sehen die liturgischen Bestimmungen nur eine Feier für eine Pfarreiengemeinschaft vor.

Für das folgende Jahr und die kommenden Jahre können dazu in Ruhe und in Absprache mit den örtlichen Gremien Lösungen angedacht werden. Diese Problematik kommt nicht nur an Ostern auf uns zu, sondern künftig im Blick auf alle kirchlichen Hochfest-Tage. Bei aller Trauer über den Verlust von Vertrautem und Gewohntem - als Ihr Seelsorgsteam werben und hoffen wir auf Ihr Verständnis.

 Mit vorösterlichen Grüßen

 Pfarrer Uwe Nimbler, Dekan und Administrator

 

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